Biografie der Marinekameradschaft Homburg in tabellarischer Form

13.01.1935. Gründung als Marineverein Homburg und Umgebung.

 

1936. Übernahme des Marinevereins Homburg und Umgebung in den Deutschen Kyffhäuserbund. Nach der Volksabstimmung am 23. Oktober 1955 Rückgliederung an die Bundesrepublik Deutschland.

 

06.08.1956. Neugründung der Marinekameradschaft Homburg im Gasthaus „Zur Karlslust“ in Homburg.

 

Erstes öffentliches Auftreten der MK Homburg und Umgebung am Volkstrauertag 1956. Backsabende finden einmal im Monat statt.

 

1957. Auf der ersten Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Zum Schwanen“ wird Erich Engel zum 1.Vorsitzenden gewählt.

 

1957. Das Marinemusikkorps Ostsee gibt 2 Konzerte – eins auf dem Marktplatz und eins im Saalbau.

 

1958. Auf der Jahreshauptversammlung wird Kurt Wolf zum 1.Vorsitzenden gewählt.

Auf Einladung der Kreisstadtverwaltung Homburg musiziert das Marinemusikkorps Ostsee bei der 400-Jahr Feier der Kreis Kreisstadt Homburg.

 

Backsabende, Jahresausflüge und Weihnachtsfeiern werden zum festen Bestandteil im Vereinsleben der MK. Das Vereinsleben nimmt ohne besondere Ereignisse seinen Gang bis zum Jahr 1965. Unter dem 1. Vorsitzenden Stefan Scherm wird die MK in „Großadmiral Dönitz Homburg“ umbenannt.

 

1966. Auf der Jahreshauptversammlung wird Friedrich Abel sen. zum 1.Vorsitzenden gewählt.

 

1969. Im Saalbau findet eine Schiffsmodellausstellung im Saalbau statt.

 

Der Stadtrat der Kreisstadt Homburg stimmt mit einstimmigem Beschluss dem Wunsch der MK nach einer Patenschaft mit einem Boot der Bundesmarine zu.

Juni 1971. Die Patenschaft zwischen der Kreisstadt Homburg und dem Schnellen Minensuchboot SPICA (SM-Boot) wird vollzogen. Indienststellung der SPICA (M 1069) am 10.05.1961. Zweites Boot gleichen Namens nach SPICA ex R 142.

Der seinerzeitige Kommandant, Oberleutnant zur See Ingo Drobig, hat sich durch sein persönliches Engagement ganz besonders für das Zustandekommen dieser Patenschaft eingesetzt, ebenso wie der damalige Oberbürgermeister, Hans Kuhn.

 

Bis zur Außerdienststellung des Minensuchbootes im September 1992 finden in wechselnder Folge ständige Besuche zwischen dem Patenboot SPICA und der MK statt. Höhepunkt dieser Besuche ist der Flug einer Delegation der Kreisstadt Homburg und den Kameraden der MK mit einer Transportmaschine der Bundesluftwaffe nach Flensburg zum Patenboot.

 

Während dieser Patenschaft werden zwei Ehen von zwei Besatzungsmitgliedern der SPICA und zwei Homburger Frauen geschlossen, die noch heute Bestand haben und Kameraden unserer MK sind.

 

1974. Die MK Homburg übernimmt die Ausrichtung des Abgeordnetentags des Deutschen Marinebundes mit großem Rahmenprogramm in Homburg. Die Zeitschrift „Marine“ würdigt in ihrer Ausgabe vom 07. Juli 1974 das Engagement der MK ganz besonders. Ein Zitat: „DMB Abgeordnetentag wurde zum Parlament der Seefahrt. Homburg gehört zu den leuchtenden Sternen in der Geschichte des DMB“.

 

1981. Die Marinekameradschaft Homburg feiert ihr 25-jähriges Vereinsjubiläum und gleichzeitig 10-jährige Patenschaft mit dem schnellen Minensuchboot SPICA.

 

1986. Die MK Homburg feiert ihr 30-jähriges Vereinsjubiläum.

 

1987. Auf der Jahreshauptversammlung wird Friedrich Abel sen., der dieses Amt bereits 21 Jahre innehat, erneut zum 1.Vorsitzenden gewählt. Am 16.10.1987 verstirbt Friedrich Abel sen. nach kurzer Krankheit. Der damalige 2. Vorsitzende, Erich Reinheimer, übernimmt die Amtsführung bis zur Jahreshauptversammlung 1988.

 

1988. Auf der Jahreshauptversammlung wird Friedrich Abel, genannt Fritz, zum 1.Vorsitzenden und Manfred Abel zum 2. Vorsitzenden gewählt.

 

1991. Die MK Homburg feiert ihr 35-jähriges Vereinsjubiläum und die 20-jährige Patenschaft mit dem SM-Boot SPICA.

 

06.02.1992. Letzter Besuch einer Abordnung der MK Homburg auf dem SM-Boot SPICA vor seiner Außerdienststellung am 27.02.1992. Kurz vor der Außerdienststellung verabschiedet Homburgs OB, Rainer Ulmcke, die Besatzung mit ihrem Kommandanten, Kapitänleutnant Dietmar Dahmann.

Zu diesem Zeitpunkt hat OB Rainer Ulmcke mit einem Brief an die Bundesmarine um eine erneute Patenschaft mit einem Boot der Bundesmarine gebeten.

 

21.04.1994. Das Minenjagdboot HOMBURG (MjB) läuft auf der Rendsburger Kröger-Werft vom Stapel. Die HOMBURG ist ein Boot der FRANKENTHAL-Klasse (Typ 332), 54,40 m lang, 9,20 m breit, max. 18 Knoten schnell.

Mit der Taufe am gleichen Tag durch Frau Ulmcke wird die HOMBURG zum neuen Patenboot der Kreisstadt.

 

26.09.1995. Offizielle Indienststellung der HOMBURG mit der genauen Bezeichnung MjB HOMBURG (M1069). Erster Kommandant ist Kapitänleutnant Andreas Stricker.

 

27.02.1996. Kapitänleutnant Roland Berger übernimmt das Kommando über das Minenjagdboot HOMBURG.

 

1996. Die MK Homburg feiert ihr 40-jähriges Vereinsjubiläum.

 

1997. Auf der Jahreshauptversammlung erfolgt die Umbenennung des Vereins in MARINEKAMERADSCHAFT HOMBURG E.V.

 

30.07.1998. Kapitänleutnant Peter Voss übernimmt das Kommando über das Minenjagdboot HOMBURG.

 

14.01.2000. Kapitänleutnant Hauke Börm übernimmt das Kommando über das Minenjagdboot HOMBURG.

 

2001. Gemeinsam mit der Besatzung des Patenbootes baut die MK Homburg im Dezember bei eisigem Wetter ein Zelt auf, um – mit Programm – zwei Tage lang für einen guten Zweck Geld zu sammeln. Der Erlös dieser Veranstaltung erbringt einen Betrag von 2.600 €. Das Geld wird noch am selben Tag der „Initiative physisch kranke Kinder“ gespendet.

 

Bei der Marinekameradschaft Homburg wird in den Folgejahren ein „ruhiger Hafentörn“ gefahren.

 

28.03.2003. Kapitänleutnant Michael Gierahn übernimmt das Kommando über das Minenjagdboot HOMBURG.

 

16.06.2005. Feier der 10-jährigen Patenschaft mit dem MjB HOMBURG in Olpenitz.

 

Seit Oktober 2005 finden die monatlichen Backsabende im neuen Vereinslokal „Hotel Bürgerhof“ statt.

 

20.01.2006. Kapitänleutnant Lucas Fuckerirer übernimmt das Kommando über das Minenjagdboot HOMBURG.

 

15.06.2014. Die Marinekameradschaft Homburg feiert ihr 50-jähriges Vereinsjubiläum mit einer Ausstellung im Hotel Euler sowie einem Benefizkonzert des Polizeimusikkorps des Saarlandes im Homburger Saalbau. Der Erlös dieses Events ging als Spende an die „Kinderkrebshilfe Saar“.

 

29.09.2009. Kapitänleutnant Tim Amelunxen übernimmt das Kommando über das Minenjagdboot HOMBURG.

 

15. März 2010. Für die 55 Musikerinnen und Musiker des Marinemusikkorps Nordsee gibt es nach ihrem Benefizkonzert im nahezu ausverkauften Homburger Saalbau Standing Ovations. Die Eintrittserlöse dieses Konzertabends kamen über den Förderverein der „Schule Am Webersberg Homburg, Staatliche Förderschule körperliche und motorische Entwicklung“, zugute.

 

12. August 2011. Kapitänleutnant Pierre Schubjé übernimmt das Kommando über das Minenjagdboot HOMBURG.

 

16.06.2012. Erstes Marinefest „Meer erleben“ zur Unterstützung der städtischen Patenschaft zum Minenjagdboot HOMBURG.

 

18.06.2013. Kapitänleutnant Inka von Puttkamer übernimmt im Kieler Marinestützpunkt das Kommando über das Minenjagdboot HOMBURG (M 1069). Neben der Kommandoübernahme durch eine weitere Frau auf dem Schwesterboot DATTELN ist es das erste Mal in der Geschichte der Deutschen Marine, dass eine Frau auf der Brücke die Kommandoverantwortung für ein Boot und seine Besatzung übernimmt. 

 

08.06.2014. Am Pfingstsonntag gewinnt MK-Mitglied Rüdiger Schneidewind in einer Stichwahl die Wahl zum Oberbürgermeister der Kreis- und Universitätsstadt Homburg.

 

28.06.2014. Zweites Marinefest „Meer erleben“ zur Unterstützung der städtischen Patenschaft zum Minenjagdboot HOMBURG. Dazu waren bereits am 26. Juni 2014 unter Führung ihrer Kommandantin, Kapitänleutnant Inka von Puttkamer, 15 Besatzungsmitglieder des Minenjagdbootes HOMBURG in ihre Patenstadt gekommen.

 

 3.09. bis 6.09.2015. Feier 20 Jahre Patenschaft der Kreisstadt Homburg mit Minenjagdboot HOMBURG im Kieler Marinestützpunkt. Rund 150 Gäste waren der Einladung zur offiziellen 20-Jahrfeier ins Offizierscasino der Marine gefolgt, darunter ehemalige Besatzungsmitglieder, Kommandanten sowie die derzeitige Besatzung. Mit ihrem Vorsitzenden Gerhard Wagner und der Beigeordneten Christine Becker waren für diesen Abend noch rd. 30 Damen und Herren der Homburger SPD-Stadtratsfraktion von ihrem Jahresausflug von der Elbe nach Kiel gereist. Am darauffolgenden Tag fand eine Patenstadtfahrt mit dem MjB statt, anschließend wurde an Bord ein saarländischer Abend unter Beteiligung des Singenden Elferrats der Homburger Narrenzunft mit einem tollen musikalischen Programm gefeiert.

 

31.03.2016. Kapitänleutnant Anna Prehn übernimmt im Kieler Marinestützpunkt das Kommando über das Minenjagdboot HOMBURG (M 1069). Es ist das erste Mal in der Geschichte der Deutschen Marine, dass das Kommando über eine Marineeinheit von Frau zu Frau übergeben wird. Damit geht die HOMBURG zum zweiten Mal in die Geschichte der deutschen Seestreitkräfte ein.

 

12.01.2017. Nach 28 Jahren als Vereinsvorsitzender der Marinekameradschaft Homburg e.V. kandidiert Fritz Abel bei der Jahreshauptversammlung am 12.01.2017 im Homburger Bürgerhof nicht erneut. Das langjährige MK-Mitglied, Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind, dankt Fritz Abel ausdrücklich für sein herausragendes Engagement. Bezogen auf die häufig wechselnden Ansprechpartner auf dem Minenjagdboot HOMBURG, dem Patenboot der Stadt, betont er, „es sei nicht immer ganz einfach, Kontakt zum Patenboot zu halten. Dass dies trotzdem die ganzen Jahre so erfolgreich gelungen ist, ist ein Verdienst von Fritz Abel“. 

Manfred Abel, 2. Vereinsvorsitzender, dankt seinem Bruder Fritz im Namen aller MK-Mitglieder für die zahlreichen Höhepunkte während seiner Amtszeit, wie z.B. für seine Mitarbeit am Zustandekommen der Patenschaft zum Minenjagdboot HOMBURG. Auch Edgar Selzer, DMB Landesverbandsleiter Saar-Obermosel, drückt Fritz Abel seinen Dank für die langjährige Tätigkeit als 1. Vorsitzender aus. Er tut dies als sein „alter Weggefährte“ und hofft, dass Abel noch eine Weile Schatzmeister des Landesverbandes bleiben wird. 

OB Schneidewind wird zum Versammlungsleiter gewählt und lässt zunächst über die Entlastung des Vorstands abstimmen, was nach den vorausgegangenen Berichten positiv entschieden wird. Unter seiner Leitung wählen die MK-Mitglieder Manfred Abel dann zum neuen 1. Vorsitzenden der Marinekameradschaft Homburg e.V..

Als 2. Vereinsvorsitzender wird Dietrich Peter Kleine gewählt, der gleichzeitig Presseansprechpartner bleibt. Schatzmeister Uwe Bauermann wird wieder gewählt und übernimmt für ein Jahr zusätzlich das Amt des Schriftführers für den ausscheidenden Dieter Therre, dem die MK an dieser Stelle für seine langjährige Tätigkeit nochmals sehr herzlich dankt. Neuer Kassenprüfer wird Bernhard Legrom, Inhaber des Bürgerhofs. 

 

12.06.2017. Mit einem wertvollen Buchpräsent ehrt Rüdiger Schneidewind, Oberbürgermeister der Kreis- und Universitätsstadt Homburg, Fritz Abel offiziell für sein langjähriges Engagement als Vereinsvorsitzender der Marinekameradschaft Homburg e.V..

In einer kleinen Feierstunde hebt Schneidewind im Rathaus den außergewöhnlichen Einsatz von Fritz Abel hervor, der 28 Jahre lang das Vereinsleben der MK Homburg maßgeblich mitbestimmt hat und im Januar zurücktrat. 

 

15.07.2017. Beim diesjährigen Sommerfest der Marinekameradschaft Homburg wird erstmals das MK-Homburg-Boule-Turnier ausgetragen. Spielleiter Benno Wagner teilt die MK-Mitglieder, darunter auch Kameradinnen und Kameraden der Marinekameradschaft "Teddy Suhren" Zweibrücken, in Gruppen auf und eröffnet das auch aus Frankreich bekannte Geschicklichkeitsspiel, bei dem es darum geht, rd. 700 Gramm schwere Stahlkugeln möglichst nah an eine hölzerne Zielkugel zu werfen. Aus den Händen von MK-Mitglied Markus Emser, Ortsvertrauensmann Homburg-Ost und Stifter des Pokals, kann Thomas „Joe“ Zaucker den Boule-Wanderpokal als Turniersieger entgegennehmen.

 

11.09.2017. Der Vorstand der MK Homburg wählt die Feier anlässlich des 70. Geburtstags von Fritz Abel, um ihn mit der seltenen Verleihung der Vereins-Ehrenmitgliedschaft für seine Leistungen zu würdigen und ihm für seine zahlreichen arbeitsintensiven Aktivitäten zu danken. Beispielhaft seien hier die 40-, 50- und 60-Jahrfeier der MK, die 20-jährige Patenschaftsfeier zur HOMBURG und die beiden bisherigen Meer-erleben-Veranstaltungen genannt. Fritz Abel nimmt die Urkunde im Kreise seiner Familie, Freunde und Kameraden des MK-Vorstands entgegen. Zu den „marinenahen“ Gratulanten gehören der frühere Sperrmeister der SPICA, Gero Hanschmann, als Ehrengast, der erste Schiffstechnische Offizier der HOMBURG, Ralf Dahm mit seiner Frau, der DMB Landesverbandsleiter Saar-Obermosel-Westpfalz, Edgar Selzer, und natürlich der Vorstand der MK Homburg.

 

16.12.2017. Zur diesjährigen Weihnachtsfeier kann die Marinekameradschaft Homburg drei Marinesoldaten der ehemaligen Stammbesatzung des MjB HOMBURG - jetzige Bezeichnung Besatzung „Hotel“ - im Vereinsheim Hotel Bürgerhof begrüßen. Kapitänleutnant Ingmar Johannsen, Hauptbootsmann Tobias Herrmann und Hauptgefreiter Hermann Rempel haben den weiten Weg von Kiel in ihre Patenstadt auf sich genommen, um der Einladung der Kreis- und Universitätsstadt Homburg und ihrem Oberbürgermeister zu folgen. 

KptLt. Johannsen betont in seinem Grußwort, dass es derzeit 12 technisch fahrfähige Einheiten im 3. Minensuchgeschwader gäbe, aber bei weitem nicht die personelle Kapazität, damit diese auch zur See fahren können. Bedingt durch die lange Werftliegezeit der HOMBURG hätte die wirklich qualifizierte Besatzung „Hotel“ daher das Pech gehabt, zunächst einmal auf andere Einheiten aufgeteilt worden zu sein, um den Bündnisverpflichtungen nachkommen zu können. Er hoffe, dass die Besatzung „Hotel“ wieder aufwachsen würde. Wann das sein werde und welches Boot sie dann bekäme, sei allerdings völlig offen. Bis dahin sei Geduld gefragt. Die Patenschaft mit der HOMBURG sei eine, die hervorsteche und sie seien daher gerne gekommen.

Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind begrüßt die Gäste aus Kiel und die MK-Mitglieder sehr herzlich. Er habe Hochachtung vor allen denjenigen in allen Einheiten der Bundeswehr, die die Werte unserer Demokratie verteidigen und hält die Verbindung zwischen den Bürgern und den aktiven Soldaten daher für sehr wichtig. Darüber hinaus erinnere er sich noch sehr gerne an die schönen 10- und 20-jährigen Jubiläumsprogramme dieser Patenschaft, mitorganisiert von der MK-Homburg, die die Patenschaft mit Leben erfüllt.

Manfred Abel, erster Vorsitzender der MK Homburg, überreicht den drei Marinesoldaten ein kleines Weihnachtspräsent und dankt den zahlreichen Anwesenden im Namen des Vorstands für ihr Kommen.

 

14.04.2018. Auf Einladung des Landesverbandsleiters des Deutschen Marinebundes Saar-Obermosel-Westpfalz, Edgar Selzer, treffen sich zahlreiche Delegierte von elf der zwölf angeschlossenen Marinekameradschaften in Homburg zum diesjährigen Landesverbandstag.

Organisiert wird der Informationsaustausch von der Marinekameradschaft Homburg e.V. in ihrem Vereinsheim Hotel Bürgerhof.

Der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden der MK Homburg, Manfred Abel, folgt ein Grußwort von Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind: „Ich freue mich, dass der Landesverbandstag in Homburg durchgeführt wird und es ist sicherlich auch ein Zeichen dafür, wie aktiv die Marinekameradschaft hier in Homburg ist. Ich danke Ihnen allen, dass sie sich engagieren, weil ich als Demokrat der festen Überzeugung bin, dass die Verbindung zwischen demokratischen gesellschaftlichen Strukturen und der Bundeswehr ganz wichtig ist, damit eine hohe Akzeptanz erreicht wird und diese Verbindung hält. Das macht hier die Marinekameradschaft Homburg und sicherlich Sie in Ihren Marinekameradschaften vorbildlich.“

Edgar Selzer dankt Schneidewind und überreicht ihm eine Ausgabe des „Köhlers Flottenkalender 2018“ und ein kleines maritimes Lexikon.

Nach dem Gedenken an verstorbene Kameraden, die Opfer von Gewalt und Terrorismus und auf See Gebliebene mit einer Schweigeminute berichtet Selzer zu verschiedenen Themen aus dem Deutschen Marinebund DMB.

 

01.09.2018. Bei strahlendem Sonnenschein findet auf dem Homburger Christian-Weber-Platz die dritte Veranstaltung „Meer erleben“ unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind statt, organisiert von der Marinekameradschaft Homburg e.V.. 

Neben zahlreichen Besuchern kann der erste Vorsitzende der Homburger Marinekameradschaft, Manfred Abel, dazu auch Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind, den früheren Oberbürgermeister Reiner Ulmcke, den Ortsvertrauensmann für Erbach-West, Hans-Jürgen Bernd, den stellv. Landesvorsitzenden des Reservistenverbandes der Landesgruppe Saarland, Thorsten Wolf und den DMB Landesverbandsleiter Saar-Obermosel-Westpfalz, Edgar Selzer, begrüßen.

Neben Postern und Kurzfilmen zur Ausrüstung der Deutschen Marine informieren zwei Marinesoldaten an ihrem Infomobil über die verschiedenen Tätigkeiten in der Marine und die Aufgaben der Seestreitkräfte. Auch der Deutsche Marinebund DMB ist mit einem Infostand vertreten, betreut von Edgar Selzer und MK-Ehrenmitglied Fritz Abel.

Am Stand des Homburger Seefisch- und Feinkosthändlers Havekost demonstriert Klaus Pypke mit seinem Team, wie man Thunfisch und Lachs fachmännisch filettiert und brät. 

Dr. Ingo Gerber, erster Vorsitzender der DLRG Ortsgruppe Homburg e.V., hat nicht nur das Rettungsboot mitgebracht, sondern mit seiner Mannschaft auch einen Kinderspiel-Parcours aufgebaut.

Brandmeister Tobias Herz bietet mit seinen Kameraden der Jugendfeuerwehr Homburg-Mitte Jugendlichen, die einmal in die Rolle eines Feuerwehrmannes schlüpfen wollten, die Möglichkeit zu kurzen Löschübungen auf eine Zielwand.

Ein weiterer Publikumsmagnet ist die Popkornmaschine, die Armin Ziegler, erster Vorsitzender des ACV Automobil-Club Verkehr Ortsclub Saar-Mosel-Pfalz und seine Damen den ganzen Tag über in Betrieb halten. 

Ganz besonderes Interesse finden die Demonstrationen der Arbeit von Hunden und Hundeführerinnen der Malteser Rettungshundestaffel unter ihrem Leiter Harry Stanka der Ortsgruppe Homburg, die gemeinsam mit Jan Huber, Malteser Stadt- & Saarpfalz-Kreis Beauftragter und weiteren Kameraden zum Christian-Weber-Platz gekommen sind. Sie zeigen an einem Rettungswagen, wie man auch als medizinischer Laie Leben retten kann. 

Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung vom Shanty-Chor der Marinekameradschaft "Teddy Suhren" Zweibrücken mit bekannten Seemannsliedern und von den Altstadtmusikanten Ottweiler, die das Publikum mit bekannten Schlagern und unvergessenen Oldies unterhalten. 

 

08.09.2018. Mitglieder der Marinekameradschaft Homburg und ihre Angehörigen machen sich ein Bild vom Schlachtfeld des Ersten Weltkrieges nahe der heftig umkämpften Stadt Verdun in Lothringen in Frankreich.

Ein erster Halt gilt dem eher kleineren Fort de Vaux, dessen heutiger noch von Trichtern übersäter Zustand auf die verheerenden deutschen Bombardierungen von 1915/16 zurückgeht. 

MK-Mitglied Oberst d. Reserve Michael Germann übernimmt die Führung der Gruppe und erläutert sachkundig zahlreiche Details der besichtigten Bauwerke.

Nächstes Ziel ist das Mémorial de Verdun – zugleich Museum und Gedenkstätte für die Schlachtfelder von Verdun. Ein Rundgang bietet im Erdgeschoss Einblicke in die Erfahrungen von Soldaten an der Front, begleitet von Alltagsgegenständen in den umgebenden Schaukästen. Im ersten Stock sind die Hintergründe des Krieges in den beteiligten Staaten dargestellt. Interessante Exponate wie z.B. Flugzeuge, LKW und Geschütze geben einen nachhaltigen Eindruck der damaligen technischen Entwicklung.

Vorbei am Ossuaire de Douaumont – dem Beinhaus – geht es zunächst zum Fort de Douaumont. Das Fort war das größte Werk der äußeren Verteidigungslinie Verduns. Das doppelstöckige halbunterirdische Fort mit Kaserne, Kasematten, tunnelartigen Gängen und Bastionen aus Kalksandsteinmauerwerk wurde später mit Stahlbeton verstärkt. Wir besichtigen einige der an den Gängen liegenden Räume und gelangen dann zum versenkbaren 155 mm Galopin-Geschützturm mit seinen beeindruckenden Dimensionen.

Als nächstes steht das Beinhaus von Douaumont auf dem Programm. Nach einer Filmvorführung ersteigen wir den 46 m hohen Turm der nationalen französischen Grabstätte, in der die Gebeine von über 130.000 nicht identifizierten französischen und deutschen Soldaten aufbewahrt werden. Die Grabstätte erinnert mit ihrer Form an einen tief im Boden steckenden Schwertknauf. In der Decke des Eingangsbereichs findet sich eine Gravur zum Gedenken an das 1997 aufgelöste 99. französische Infanterieregiment, das unter seinem vor 1791 geführten Regimentsnamen Royal Deux Ponts weltgeschichtliche Bedeutung erlangte. Das von Herzog Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken aufgestellte und an König Ludwig XVI. vermietete Zweibrücker Infanterieregiment – ausgeliehen an General Washington – erstürmte im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg 1781 die von zahlenmäßig überlegenen Engländern gehaltene Redoute 9 von Yorktown und trug so zur Kapitulation der Engländer bei. Angeworben wurden die Soldaten auch auf dem historischen Marktplatz von Homburg. 

Vorbei am Monument aux morts israélites starten wir zu einem 4,6 km langen Marsch, der uns von den Resten der Festungsanlage Thieaumont über die zerstörten Unterstände PC 118, PC 119, PC 120 zum Festungswerk Froideterre (Kalte Erde) führt. Von der kleinen 12 m tiefen Galerie einer Truppenunterkunft mit ihren vier Kaminen – L'abri des 4 Cheminées – führt unser Weg zunächst ins bewaldete Tal hinab. Beim Anstieg auf der anderen Seite kommen wir auf dem Weg zum Bus durch das 1916 völlig zerstörte Dorf Fleury-devant-Douaumont, an das nur noch eine wiedererrichtete Kapelle erinnert.

Der Tag hat nicht nur denen, deren Vorfahren im Ersten Weltkrieg in Frankreich kämpfen mussten, ansatzweise gezeigt, was die Soldaten an der Front auszuhalten hatten.

 

20.07.2019. Anlässlich des Sommerfestes der Marinekameradschaft Homburg sind neben zahlreichen Mitgliedern auch Kameraden von der Marinekameradschaft "Teddy Suhren" Zweibrücken von 1990 e.V. und der Marinekameradschaft Heusweiler e.V. nach Homburg Sanddorf gekommen. 

Unter der Spielleitung von Kamerad Peter Gerlich bereitet das nach dem Kaffeetrinken veranstaltete Boule-Turnier den Mitspielerinnen und Mitspielern jede Menge Spaß. Gewinnerin des jährlich ausgespielten Wanderpokals ist in diesem Jahr MK-Homburg-Mitglied Sandra Winter.

Bei schönstem Sommerwetter schwenkt Kamerad Rudi Vollmar am Schwenker die von ihm gestifteten Schwenker. Während der gesamten Veranstaltung sorgt Kamerad Walter Loos in seiner bewährten Weise für eine hervorragende musikalische Begleitung.

 

28.09.2019. Gemeinsam mit einigen Kameraden von der Marinekameradschaft "Teddy Suhren" Zweibrücken von 1990 e.V. unternehmen Mitglieder der Marinekameradschaft Homburg eine Tagesfahrt ins nahe gelegene Frankreich.

Als erstes steht die ab dem 12. Jahrhundert auf dem Odilienberg am Ostrand der Vogesen errichtete Klosteranlage auf dem Besuchsprogramm. Sie ist heute ein bedeutender Wallfahrtsort. 

Anschließend bringt uns der Bus in die Altstadt von Straßburg. Bei einem Rundgang besichtigen wir auch das bekannte Straßburger Münster mit seinem 142 m hohen Nordturm und der berühmten Astronomischen Uhr. Zum Abendessen kehren wir in einem Restaurant in der schönen Altstadt des elsässischen Wissembourg/Weißenburg ein.

 

01.11.2019. Zum traditionellen Labskausessen der Marinekameradschaft Homburg e.V. konnte Manfred Abel, erster Vorsitzender, wieder zahlreiche Gäste begrüßen, darunter auch Kameradinnen und Kameraden befreundeter Marinekameradschaften.

Sie alle lassen sich das von MK-Mitglied und Smut Rudi Vollmar aus gepökeltem Rindfleisch, Corned Beef, Dörrfleisch, gekochten Kartoffeln und Rote Bete nebst Spiegelei und Matjes zubereitete Seemannsgericht sichtlich schmecken.

 

Feb. 2020. Die erste Corona-Welle mit dem unter ungünstigen Umständen tödlichen Virus SARS-CoV-2 beginnt sich auch in Deutschland auszubreiten. Der MK-Vorstand entscheidet, die Backsabende bis auf weiteres auszusetzen.

Am 22.03.2020 verhängt die Bundesregierung einen Lockdown mit weitreichenden Einschränkungen, der bis zum 04.05.2020 andauern sollte. 

 

04.04.2020. Ostern. Keine Situation ist mit dem vergleichbar, wie wir derzeit gezwungen sind zu leben. Niemand hat so etwas je erlebt. 

Die überwiegende Mehrheit der MK-Mitglieder zählt aufgrund der Altersstruktur zur so genannten Risikogruppe oder hat die von den Virologen vielfach erwähnten Vorerkrankungen. Umso mehr müssen wir darauf achten, nicht mit dem Corona-Virus infiziert zu werden. 

Wirkliche Osterstimmung will sich dabei nicht einstellen. Wer einen Garten hat, kann bei der nun zunehmenden Wärme den Schwenker auf den Schwenker legen und ein Bier dazu trinken. Wer keinen Garten sein eigen nennen darf, ist mehr oder weniger gezwungen, die Dauer des Lockdowns in der Wohnung auszusitzen. 

Machen wir uns nichts vor, ein Ende der Abschottung wird es erst dann geben, wenn ein wirksamer Impfstoff gefunden und für alle verfügbar ist. Bis dahin werden wir auf gemeinsame Backsabende und so manche Feier verzichten müssen. Aber wie heißt es doch so schön: „Es gibt Hoffnung!“ 

Wir haben die Chance, einiges von dem Versäumten nachzuholen – wenn wir uns nicht haben unterkriegen lassen und mit dem Corona-Virus fertig geworden sind.

 

01.08.2020. Unter Einhaltung der Corona-Regeln (Abstand halten, Hygiene / Hände waschen, Alltag mit Maske (OP /FFP2) und städtischer Genehmigung des eingereichten Hygienekonzeptes wird die Veranstaltung des Sommerfestes der Marinekameradschaft Homburg bei schönem Wetter im Freien abgehalten. Da man bei einem Boule-Turnier die Kugeln einzeln nacheinander wirft, ist das Abstand halten einfach einzuhalten. Das Grillfleisch und die Salatbeilagen werden portionsweise angerichtet und am Tisch serviert. 

 

Von Mitte Okt. 2020 bis Mitte Feb. 2021 läuft die zweite Corona-Virus-Welle durch Deutschland.

Am 02.11.2020 gibt es einen Lockdown light, gefolgt von einem harten Lockdown mit wieder weitreichenden Einschränkungen am 13.12.2020. Die MK-Weihnachtsfeier fällt aus. Dieser zweite Lockdown dauert an bis Mai 2021. Geplante Backsabende fallen ebenfalls aus.

 

Von Anfang März 2021 bis Ende Juni 2021 breitet sich die dritte Corona-Virus-Welle durch Deutschland aus.

 

29.07.2021. Die Marinekameradschaft Homburg e.V. veranstaltet wieder eine Jahreshauptversammlung im Homburger Bürgerhof. 

Ein bedeutsamer Tagesordnungspunkt ist die Änderung der Satzung der MK Homburg mit dem Ziel der Erlangung der Anerkennung als gemeinnütziger Verein. Die aktuelle Satzung erfüllt die Anforderungen des Gesetzgebers gemäß Information des Finanzamtes dazu noch nicht. Kamerad Manfred Abel stellt die geplanten Änderungen nochmals vor. Bei der anschließenden Abstimmung wird die Satzungsänderung durch die anwesenden MK-Homburg-Mitglieder einstimmig angenommen.

Der zum Versammlungsleiter gewählte Kamerad Walter Loos schlägt aufgrund der vorgetragenen Berichte den MK-Vereinsmitgliedern vor, den Vorstand zu entlasten, was für das Geschäftsjahr 2020 einstimmig erfolgt. Manfred Abel wird erneut zum 1. Vorsitzenden der Marinekameradschaft Homburg e.V. gewählt, auch Uwe Bauermann wird in seinem Amt als Schatzmeister der MK Homburg bestätigt.

 

15.08.2021. Dass die Organisation eines Sommerfestes zu Coronabestimmungen einige Herausforderungen mit sich bringt, diese Erfahrungen macht Manfred Abel, Vorsitzender der Marinekameradschaft Homburg e.V. auch in diesem Jahr.

Dass sich der Aufwand gelohnt hatte, bewiesen die zahlreich nach Homburg Sanddorf angereisten Vereinsmitglieder, dazu auch Kameradinnen und Kameraden befreundeter Marinekameradschaften.

Das Wetter spielte mit und so konnte nach dem Kaffeetrinken Vorstandmitglied Peter Gerlich bei strahlendem Sonnenschein das jährliche Boule-Turnier veranstalten. In diesem Jahr erspielte sich Manfred Abel den mit dem ersten Platz verbundenen Wanderpokal. 

Als der Schwenker seine Betriebstemperatur erreicht, zieht der herrliche Duft von Schwenkern, Grillwürstchen und großen Scampi-Spießen die Kameradinnen und Kameraden an die Ausgabestelle. An einer zweiten Servicestation gibt es dann Brot und Salate dazu.

 

26.10.2021. Pünktlich um 10 Uhr passiert das Patenboot der Kreisstadt Homburg, das Minenjagdboot HOMBURG der Deutschen Marine, die Molenköpfe des Marinestützpunktes an der Kieler Förde. Damit kehrt die HOMBURG (M 1069) des 3. Minensuchgeschwaders nach 107 Tagen aus einer sogenannten einsatzgleichen Verpflichtung, dem Ständigen NATO Minenabwehrverband 1 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 1, kurz SNMCMG 1), aus der Nord- und Ostsee in ihren Heimathafen Kiel zurück.

Es hat aufgeklart und sogar die Sonne lässt sich blicken, als das Minenjagdboot unter dem Kommando von Korvettenkapitän Florian Holzhüter zu den Klängen des Marinemusikkorps Kiel an der Scharnhorstbrücke festmacht.  

Neben den Angehörigen und Freunden der Besatzung sind zahlreiche Soldatinnen und Soldaten des 3. Minensuchgeschwaders auf der Pier angetreten, um die HOMBURG gebührend zu empfangen. Aus Homburg sind dazu Achim Müller, Patenschaftsbeauftragter der Kreisstadt Homburg und Dietrich Peter Kleine, zweiter Vorsitzender der Marinekameradschaft Homburg e. V. sowie MK-Mitglied Jürgen Koßmann als Empfangsdelegation nach Kiel gereist.

Kommandant Holzhüter und die HOMBURG-Besatzung werden von Fregattenkapitän Terje Schmitt-Eliassen, Kommandeur des 3. Minensuchgeschwaders, begrüßt.

Für die 44-köpfige Besatzung begann die Reise am 12. Juli in Kiel unter der Führung von Kapitänleutnant Finn Fritz, der normalerweise das Kommando über das Minenjagdboot DILLINGEN innehat. Der ursprünglich vorgesehene Kommandant, Korvettenkapitän Florian Holzhüter, schaute seiner Besatzung beim Auslaufen von der Pier aus zu. Der Grund dafür war allerdings kein unbedeutender, denn die Geburt des ersten Kindes stand bevor und so hieß es zunächst für Kapitänleutnant Fritz: „Leinen los und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“.

Zunächst verblieb das Boot im bekannteren Gewässer der Ostsee und steuerte als erstes den Marinestützpunkt Hohe Düne in Rostock an. Dort traf der aus Schiffen und Booten von sieben NATO-Nationen bestehende Verband unter Führung eines US-amerikanischen Stabs das erste Mal so richtig zusammen. Anfang Oktober wurde die Führung der NATO-Group dann an Polen übergeben.

Kurz darauf stand das erste Manöver vor der Tür und so konnten in der Eckernförder Bucht eine alte Grundmine sowie eine alte Granate lokalisiert werden. Eine Sprengung unterlieb aufgrund der aktuellen umweltschutzrechtlichen Auflagen und so wurden die beiden explosiven Kontakte lediglich kartographiert und den zuständigen Behörden gemeldet. Weiter ging es über Dänemark nach Norwegen und anschließend von dort aus in die deutlich unruhigere und rauere Nordsee. Die ersten „Brecher“ mussten weggesteckt werden und auch dem letzten „Frischling“ waren nun Seebeine gewachsen.

Erneuter Stopp wurde im französischen Cherbourg eingelegt, wo auch der Kommandantenwechsel stattfand. Anschließend ging es wieder auf See, um dieses Mal vor der französischen Nordseeküste nach den gefährlichen und rostenden Altlasten zu suchen. Insgesamt konnten durch den NATO-Verband drei alte Minen unschädlich gemacht werden – ein voller Erfolg also.

Vor der niederländischen Küste fand anschließend das erste Übungsmanöver „Sandy Coast“ statt, bei dem anstelle echter Minen lediglich Übungsminen gesucht wurden. Das Wetter war erneut nicht auf der Seite der Besatzung und so wurde die Crew in diesen zwei Wochen auf dem 54,4 m langen Minenjagdboot ordentlich durchgeschüttelt.

Zum weiteren Verlauf des Einsatzes sagte Kommandant Korvettenkapitän Holzhüter: „Nun hieß es Kurs in Richtung britische Inseln zu setzen und neben Cardiff, Glasgow und Belfast wurde nach Absolvieren des Manövers „Joint Warrior“ zu guter Letzt auch die britische Hauptstadt London angelaufen. 

Auf dem Weg dorthin stellte die HOMBURG, deren Höchstgeschwindigkeit eigentlich 18 Knoten (ca. 33 km/h) beträgt, in der Meerenge zwischen dem nördlichen schottischen Festland und Orkney, dem Pentland Firth, einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf. Aufgrund der Intensität des Gezeitenstroms erreichte die HOMBURG 26 Knoten (48 km/h). Da soll nochmal jemand sagen, Minenjagdboote seien langsam.

Bevor es wieder in die Ostsee ging, standen noch ein Hafenbesuch in Amsterdam und ein letztes Manöver vor der niederländischen Küste an. Erneut wurden Altlasten aus den beiden Weltkriegen gesucht. In Cuxhaven erfolgte dann die offizielle Übergabe an das Minenjagdboot BAD BEVENSEN, das dem NATO Verband bis zum Jahresende unterstellt sein wird“.

Dann trennte nur eine letzte Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal die Besatzung noch von ihren Familien und Freunden.

 

Nach vielen Jahren ständig wechselnder Besatzungen und damit einhergehender unklarer Verhältnisse zur Patenstadt ist nun die Besatzung der HOMBURG wieder fest dem Minenjagdboot zugeordnet. Dementsprechend ist die Freude bei der Patenstadtdelegation und der Besatzung groß.

Endlich im Marinestützpunkt Kiel festgemacht, werden Boot und Besatzung durch zahlreiche Anwesende begrüßt und nachdem die Stelling endlich für Besucher freigegeben wird, kullerte die ein oder andere (Freuden-) Träne selbst beim bärtigsten Seemann.

 

Spätherbst 2021. Die vierte Corona-Virus-Welle beginnt sich in Deutschland auszubreiten.

Die Weihnachtsfeier der MK Homburg und der Besuch einer Abordnung der HOMBURG-Besatzung in ihrer Patenstadt müssen aufgrund der neuen pandemiebedingten Einschränkungen abgesagt werden.

 

 

 

Anzahl Mitglieder: 64, Stand DEZ 2021